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09-Damen nehmen Abschied von “Katze”

Grevener Zeitung vom 18.05.2012

GREVEN 

Schon vor dem letzten Anwurf der Saison atmet Franziska Heinz tief durch. “Ja, ganz klar ja. Es ist ja nicht so, dass wir nicht gerne spielen. Aber ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist.”

Von CLaudia Ix

Der Trainerin der Zweitliga-Handballfrauen von Greven 09 geht es wie ihren Spielerinnen: Nach einer langen, kräfte- und nervenzehrenden Saison geht sie auf dem Zahnfleisch. Doch am Samstag (18 Uhr, Rönnehalle) werden alle die letzten Kräfte mobilisieren, um sich und ihren Fans gegen Absteiger VfL Wolfsburg ein schönes Saisonende zu gönnen.

Gute Leistung

Schön für 09 war schon das Hinspiel in Wolfsburg, das die Damen deutlich gewannen. “Wir haben da eine wirklich gute Leistung abgerufen und auch weggesteckt, dass Ania Jaszczuk so früh mit Rot vom Feld musste”, erinnert sich Heinz. Auf die Rückraumshooterin, die an guten Tagen eine Partie fast im Alleingang entscheiden kann, muss Heinz auch am Samstag verzichten: Nach ihrer Schulter-OP ist Jaszczuk in der Endphase der Saison zum Zuschauen verbannt.

Eine gute Mannschaftsleistung wird auch am Samstag zum Saisonfinale in der Grevener Rönnehalle nötig sein. “Wir können nicht mehr 110 Prozent Leistung bringen, deshalb müssen wir das über Motivation wettmachen”, erklärt Heinz. Inwieweit der Gegner noch motiviert auf das Parkett der Rönnehalle geht, ist unklar. Wolfsburg, sportlich in die 3. Bundesliga abgestiegen, hat bereits vor Wochen bekannt gegeben, dass man seine Damen in die Oberliga Niedersachsen zurückziehen wird. “Ich kann den Gegner deshalb auch schwer abschätzen. Einige Spielerinnen werden sicher auch versuchen, sich für andere Mannschaften anzubieten”, sagt Heinz.

Personalprobleme

Die Personalprobleme bleiben ihr auch im letzten Saisonspiel treu. Torhüterin Pauline Radke, die vergangenen Samstag in Bensheim schon nur auf der Bank sitzen konnte, litt die ganze Woche unter ihrer schweren Erkältung. Elke Thomassen und Manja Görl konnten ebenfalls nur eingeschränkt trainieren. Anika Ziercke wird am Samstag ihr letztes Spiel für den SC Greven 09 machen, ebenso Keeperin Katrin Thiele. Aus der A-Jugend wird Yasmin Yusif wieder zum Zweitliga-Kader stoßen.

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Viel Spaß, Tore und ein Sieg

Westfälische Nachrichten vom 18.05.2012

Im letzten Heimspiel der Saison peilt Zweitligist SC 09 ein Handball-Fest an / Abschied von Thiele und Ziercke

Greven - 

Zum letzten Saisonspiel laden die Handballspielerinnen alle Fans ein, noch einmal in eine Bundesligaatmosphäre mit Abschiedsflair einzutauchen. Und das alles gegen den Verein aus der Autostadt Wolfsburg. Wenn der VfL heute Abend (Anwurf: 18 Uhr) in der Rönnehalle zu Gast sein wird, dann ist es für zwei Spielerinnen ein ganz besonderes Ereignis. Torhüterin Katrin Thiele und Anika Ziercke werden vom Publikum verabschiedet.

Von Winfried Kitzmann
 
Die Fans sollten also ein wenig Zeit mitbringen und möglichst zahlreich kommen, um dieser Zeremonie einen würdigen Rahmen zu geben. Gehen diese beiden Spielerinnen mit dieser besonderen Motivation ins Spiel, noch einmal etwas Besonderes zu leisten, so werden die anderen Spielerinnen sicher noch an das Auswärtsspiel vor einem Jahr denken, als der VfL Wolfsburg den SC Greven 09 demontierte. „Aber in diesem Jahr haben wir dort sehr gut gespielt. Und das, obwohl Ania Jaszczuk sehr früh mit einer Roten Karte ausscheiden musste“, sagt Trainerin Franziska Heinz, die auf einen guten Abschluss hofft. Nach zwei Auswärtsspielen in Folge haben die Spielerinnen also die Gelegenheit, sich mit einer guten Leistung vom Publikum mit einem kleinen Höhepunkt zu verabschieden. Sicher werden sie alles geben gegen den Absteiger, der in diesem Jahr fünf Trainer verschlissen hat und den Weg in die Regionalliga gehen wird. Die Autos rollen in Wolfsburg nämlich nur für die Fußballer vom Band, die Handballerinnen profitieren davon offensichtlich nicht. Gleichwohl werden sich die Spielerinnen des Gastes bemühen, einen guten Eindruck zu hinterlassen, denn sie werden sich auch für andere Vereine präsentieren wollen. Die 09-Mannschaft dagegen sieht ihr Publikum, mit dem sie gemeinsam noch einmal eine Feier starten will. Mit viel Spaß, einer Menge Tore und schließlich mit einem Sieg. Dabei weiß die Trainerin noch nicht, inwieweit sie Manja Görl einsetzen kann. Die Rückraumspielerin laborierte zuletzt an einer alten Schulterverletzung. Elke Thomassen ist immer noch am Fuß verletzt. Ihr Einsatz ist fraglich. Ferner ist Torhüterin Pauline Radke noch nicht ganz fit, so dass Katrin Thiele die Chance haben dürfte, noch einmal über die volle Spielzeit ins Tor gehen zu dürfen. Vielleicht ein Dankeschön des Schicksals an eine Spielerin, die sich in die Herzen der Zuscheuer gespielt hat. Gleiches gilt für Anika Ziercke, die zwar nur eine knappe Saison in Greven spielte, aber mit Engagement und Spielwitz schnell Freunde gefunden hat.
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09 verliert in Bensheim

Grevener Zeitung vom 13.05.2012

GREVEN.
Das ohnehin dezimierte 09-Handballdamenteam hatte die Reise zum vorletzten Zweitliga-Spiel 2011/2012 nach Bensheim-Auerbach unter noch schlechteren Voraussetzungen antreten müssen.
Von Claudia Ix
 
Torhüterin Pauline Radke saß zwar im Bus, aber während der 60 Minuten nur auf der Bank – starker Schnupfen. Katrin Thiele musste durchspielen, sicherheitshalber hatte Trainerin Franziska Heinz aus der A-Jugend Christina Bultmann mitgenommen. Elke Thomassen hatte sich im Freitagstraining verletzt und konnte gar nicht mitspielen, also fand auch Bultmanns Zwillingsschwester Sophie noch einen Platz im Bus. Sie alle kehrten mit einer 32:40 (13:20)-Niederlage vom Südligisten zurück. Grevens Abwehr war dabei erneut ein Sorgenkind.

Abstand

Zunächst hielten die 09erinnen einen zwei- bis drei-Tore-Abstand zugunsten Bensheims konstant, doch die 5:1-Defensive konnte sich nicht richtig sortieren. Nach 18 Minuten stellte Franziska Heinz auf 6:0 um, was ein bisschen besser klappte, dennoch fehlte auch hier die Aggressivität. Langsam zog Bensheim davon, 14:10 stand es nach 20 Minuten, als Heinz ein Time-Out nahm. Der Angriff schlug sich gegen die offensive Bensheimer Abwehr recht gut, allerdings kassierte Greven nach verlorenen Bällen immer wieder Tempogegenstoßtore. Als kurz vor der Halbzeit die 09erinnen Monika Kornet und Sarah Everding mit zwei Minuten vom Feld mussten, zog der Gastgeber auf 20:13 davon.

Zweite Hälfte

In den zweiten Durchgang startete 09 mit zu vielen Fehlern, vergebenen Würfen und nervösem Spiel. Als Franziska Heinz in der 38. Minute erneut die grüne Karte zückte, lag Greven bereits mit zehn Toren hinten (18:28). Heinz wurde diesmal auch ein wenig laut, und danach nahmen ihre Damen zumindest den Kampf an. Die Abwehr packte jetzt zu, die Konzentration war wieder da, und als Melanie Lorenz in der 47. Minute das Tor zum 31:25 erzielte, keimte sogar so etwas wie Hoffnung auf. Doch die Bensheimerinnen waren einfach zu abgezockt, um Greven mehr als Ergebniskosmetik zu erlauben. „Am Ende fehlte uns auch etwas die Kraft. Bensheim hat munter durchgewechselt, wir hatten gerade mal eine Auswechselspielerin fürs Feld auf der Bank. Bensheim hat das Spiel souverän zu Ende gebracht“, kommentierte Franziska Heinz das Ergebnis.

SC Greven 09:  Thiele, Radke, Bultmann, Görl (7), Thomassen, Kornet (2), Lorenz (6/2), Frank (2), Everding (7(2), Schreurs (6), Glathe (2), Bultmann.

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Keine Reserven mehr . . .

Westfälische Nachrichten vom 13.05.2012

Handballdamen verlieren bei HSG Bensheim-Auerbach mit 32:40 Toren

Greven - 

Wenn die Handballdamen in den Süden fahren, dann wird die Rückfahrt meistens unangenehm. So auch am Samstagabend, als das Zweitligateam des SC Greven 09 mit einer 32:40-Niederlage von der HSG Bensheim-Auerbach zurückkehrten.

Von Winfried Kitzmann
 
Zum zweiten Mal in dieser Saison stand die vier davor. 40 Gegentore in einem Spiel – das gab es in dieser Saison nur gegen den TuS Metzingen, ebenfalls ein Verein aus dem Süden, der in dieser Saison in die 1. Bundesliga aufsteigen wird. Bereits im Vorfeld war klar, dass die 09-Mannschaft mit den Kräften haushalten musste, um überhaupt ein akzeptables Ergebnis mitbringen zu können. Neben den Verletzten Jenny Volkmer und Maike Esterhaus sowie Anika Ziercke, die aus familiären Gründen nicht mitfuhr, gesellte sich auch Elke Thomassen zu den Verletzten. Sie hatte sich unter der Woche eine Verletzung zugezogen, die einen Einsatz unmöglich machte, was sich aber erst kurz vor dem Spiel herausstellte. Und Torhüterin Pauline Radke konnte aufgrund einer fiebrigen Erkältung nicht eingesetzt werden So hatte die Trainerin nur sieben Spielerinnen zur Verfügung, die Bundesligaerfahrung besaßen. Hinzu kamen die Bultmann-Zwillinge. Christine als Torhüterin und Sophia, die in der Schlussphase ein wenig Spielpraxissammeln durfte, gesellten sich zu dem „Häuflein der sieben Aufrechten“. Auf der anderen Seite konnte Trainer Thorsten Schmidt locker durchwechseln, was sich am Ende auch bemerkbar machen sollte. „Wir sind schlecht in das Spiel hineingekommen“, befand 09-Trainerin Franziska Heinz. Die 5:1-Deckung, ansonsten das Paradestück der 09-Mannschaft, zeigte sich nicht bissig genug. Viele Eins-gegen-eins-Aktionen des Gastgebers waren erfolgreich. „Wir waren einfach zu passiv in der Deckung“, monierte die Trainerin das „harmlose“ Abwehrverhalten ihrer Spielerinnen. Das wurde auch nach einer Umstellung nicht besser, denn auch der 6:0-Verband verdiente diesen Namen nicht. Dennoch konnte 09 mithalten, weil sich auch vorne immer wieder Lücken auftaten, die die Spielerinnen zu nutzen wussten. Bis zum 13:10 hielt 09 mit, dann musste das Team zwei Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen. Bis zur Halbzeit zog der Gastgeber auf und davon (20:13). Auch nach der Halbzeit habe ihr Team einen richtigen „Hänger“ gehabt. Franziska Heinz nahm beim 18:28, als sich ein Debakel abzeichnete, eine Auszeit, die fruchten sollte. „Danach hat die Mannschaft gekämpft, mit den letzten 20 Minuten bin ich zufrieden“, sagte die 09-Trainierin, die dem Gegner mehr Frische attestierte. „40 Gegentore sind einfach zu viel“, erkannte sie. Ein Lichtblick war Manja Görl, die sieben Tore warf. „Aber auch sie hat mit Licht und Schatten gespielt wie alle anderen. Manchmal fehlte noch das Timing.“ Jetzt gelte es, das Spiel schnell abzuhaken um sich auf das letzte Saisonspiel vorzubereiten. „Dann wollen wir uns von den Zuschauern mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden und müssen deshalb unseren inneren Schweinehund überwinden.“
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Kraftlos

Westfälische Nachrichten 06.05.2012

 Zweitligist 09 beim 26:35 in Rosengarten klar unterlegen / 20-minütige Unterbrechung

Greven -

Den Handballerinnen des SC Greven 09 geht auf der Zielgeraden der Saison allmählich die Puste aus. Bei der deutlichen 26:35 (12:18)-Niederlage bei der SGH Rosengarten-Buchholz zahlten die Grevenerinnen einmal mehr ihrem kleinen Kader Tribut. Vier Ersatzspielerinnen saßen gestern mehr auf Rosengartens Bank. So wechselten die Gastgeberinnen munter durch, während die Grevenerinnen, bei den neben der verletzten Ania Jaszczuk auch Anika Ziercke fehlte, vor allem im zweiten Durchgang nichts mehr zuzulegen hatten. „Die Luft ist raus“, gestand Trainerin Franziska Heinz nach der deutlichen Niederlage ein, durch die sich immerhin die tabellarische Situation nicht verschlechterte. Greven bleibt Elfter.

Von Sven Thiele
 
Nur in den ersten Minuten vermochte der SC 09, bei dem Melanie Lorenz mit zehn Treffern gestern erfolgreichste Werferin war, mitzuhalten. Danach gerieten die Gäste außer Tritt, was zwei Gründe hatte. Zum einen sorgten zwei Unterbrechungspausen für einen Bruch. Weil die Spielerinnen auf dem glatten Untergrund, auf dem zuvor ein Turnwettkampf stattgefunden hatte, immer wieder ausrutschten, unterbrachen die Unparteiischen die Begegnung für mehrere Minuten, in denen die Gastgeber den dem Hallenboden mit Wischern zu Leibe rückten. Erst nach 20 Minuten ging es weiter beim Stand von 5:5. Allerdings schien diese Zwangsunterbrechung den 09erinnen nicht gut getan zu haben. „Danach war der Spielfluss weg“, berichtete Franziska Heinz von der Folge der widrigen Umstände. Der Tabellenachte Rosengarten zog von nun an davon, zuerst auf vier Tore Unterschied und bis zur Pause gar bis auf sechs Treffer (12:18). Alleine auf die ungebetene Pause wollte Heinz die Niederlage aber nicht zurückführen. Ausschlaggebend waren vielmehr die zahlreichen Fehler und der Umstand, dass den 09erinnen mit zunehmender Spielzeit die Kraft für eine wirkungsvolle Aufholjagd fehlte. Immer wieder handelten sich die Grevenerinnen Tempogegenstöße ein, nachdem sie die Bälle im Spielaufbau vergeben hatten. Deshalb räumte Heinz auch unumwunden ein: „Der Sieg geht für Rosengarten voll in Ordnung.“
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09 rutscht in Rosengarten aus

Grevener Zeitung vom 06.05.2012

GREVEN. Sie wollten es besser machen als im Hinspiel, und das ist den 09-Zweitliga-Handballfrauen am Sonntag in Rosengarten-Buchholz zumindest von der Tordifferenz her gelungen. Die Punkte gingen jedoch wieder an Rosengarten.

Von Claudia Ix

Mit 26:35 (12:18) verlor die Mannschaft von Trainerin Franziska Heinz die Rückrundenpartie, das erste Aufeinandertreffen war in der Grevener Rönnehalle 23:35 geendet. Diese „Verbesserung“ konnte Franziska Heinz aber nach dem Abpfiff auch nicht trösten: „Wir hätten das hier offener halten können, wir haben es uns durch zu viele Fehler selbst verbaut.“
Die Partie war beim Stand von 5:5 (6.) für knapp 20 Minuten unterbrochen gewesen. Heinz hatte festgestellt, dass ihre und die gegnerischen Spielerinnen auf dem Hallenboden nur so herumrutschten, und protestiert. Nach mehrfachem und energischem Wischen ging es weiter, doch irgendwie waren die 09erinnen jetzt aus dem Konzept.

Geführt

Sie führten noch bis 8:7 (Manja Görl, 12.), dann aber kassierten sie vier Tore in Folge, bevor Sarah Everding per Siebenmeter traf (18.). Der Spielfluss war weg, dafür häuften sich die Fehler, die Fehlwürfe oder -pässe nutzte Rosengarten abgezockt für einfache Tempogegenstoßtore und ging mit einer Sechs-Tore-Führung in die Pause.
Auch im zweiten Durchgang bekam Greven seine hohe Fehlerquote nicht in den Griff. Besonders ärgerten Franziska Heinz Dinge, die man vorher angesprochen hatte, die aber trotzdem immer wieder passierten. Die beiden Außen von Rosengarten durften zu oft unbedrängt einlaufen, auch die Kreisläuferin hatte häufig freie Bahn.

Gute Phasen

Zwischendurch hatte Greven immer wieder auch gute Phasen, nach 15:24-Rückstand in der 37. Minute kam man wieder auf 21:26 heran (50.), doch dann zog Rosengarten wieder weg und schaukelte die Partie locker nach Hause. Im Gegensatz zum Gastgeber, der ordentlich durchwechseln konnte, hatte Heinz kaum Alternativen auf der Bank, nachdem sich kurzfristig Julia Frank krank gemeldet hatte.

Fazit

„Das hat man gemerkt, uns ging irgendwann einfach auch die Luft aus“, so Heinz, die folgendes Fazit zog: „Wir haben gekämpft, aber es war mit den wenigen Spielerinnen einfach nicht mehr möglich. Wir hätten die Partie enger gestalten können. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, denn wir haben zu viele Fehler gemacht. Aber irgendwann hat uns einfach auch die Kraft gefehlt.“

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09-Damen verpassen Sensation

Grevener Zeitung vom 21.04.2012

Handball: 09-Damen verpassen Sensation

GREVEN 

Es sah ganz danach aus, als würden die Zweitliga-Handballerinnen des SC Greven 09 die Sensation gegen den BVB Dortmund wiederholen. Mit 31:30 hatten sie das Hinspiel gewonnen. Doch das Rückspiel am Samstagabend in der Rönnehalle ging, nachdem die Gastgeberinnen lange geführt hatten, am Ende mit 25:28 (15:13) verloren.

Von Heidrun Riese

Gehapert hat’s im Angriff, der in der zweiten Halbzeit einfach nicht so effektiv war wie in der ersten. Das lud die Gäste zu Tempogegenstößen ein, mit denen sie am Ende dann doch für (zumindest relativ) klare Verhältnisse sorgten. Ein kleines Bonbon für die Dortmunderinnen war das Ergebnis aus Bensheim: Der bisherige Tabellenzweite TV Nellingen unterlag dort mit 28:29. Bei noch vier ausstehenden Spielen hat der BVB – mit jetzt nur noch drei Punkten Rückstand auf den zweiten Rang – in Sachen Aufstieg also noch ein Wörtchen mitzureden.

Ganz viel Wille

Dass es bei ihnen nicht am Willen mangelte, das bewiesen die Dortmunderinnen in den Anfangsminuten in Greven. Sie begannen druckvoll, gingen mit 0:2 (Zuzana Porvaznikova, 2.) und 1:4 (Svenja Spriestersbach vom Siebenmeterpunkt, 3.) in Führung. Doch so schnell und brandgefährlich sein wie die Gäste, das konnten auch die 09-Damen, die sich über 4:5 (Manja Görl aus dem Rückraum, 7.) und 5:7 (Sarah Everding vom Kreis, 11.) herankämpften und schließlich zum 8:8 (Nikki Schreurs per Siebenmeter, 15.) ausglichen. Dass Sarah Everding dann vom Kreis nur BVB-Keeperin Hellen Trodler traf (16.), brachte Greven nicht von der Zielgeraden ab. Sie bedankten sich dafür, dass Kira Brandes anschließend daneben warf und nutzten ihre erneute Chance, sich abzusetzen. Elke Thomassen vollstreckte im direkten Gegenzug zum 9:8 (17.). Pauline Radke musste die Führung dann erstmal festhalten. Weil die 09-Torfrau so gut parierte, machte es nichts, dass Manja Görl (18.) und Melanie Lorenz (19.) verfehlten.

Wuschi in der Zange

Es war auch gar nicht so einfach, in diesem Spiel ein Tor zu erzielen – für keine der Mannschaften. Die Abwehrreihen arbeiteten mehr als ordentlich, so dass die Angriffsreihen einige Meter machen und sich oft auch ganz schön reinhängen mussten. Wie Sarah Everding, als sie das 11:9 (21.) machte, obwohl sie die BVB-Damen sie in die Zange genommen hatten. Wer da mehr Kampfgeist an den Tag legte, war schwer zu erkennen.

Nach anfänglicher Überlegenheit der Gäste hatte sich also ein enges Spiel entwickelt, das in der ersten Halbzeit der SCG gewann. 15:13-Führung nach 1:4-Rückstand – das war eine Leistung, für die sich die 09-Damen ihren Applaus verdient hatten.

Vier Tore Abstand

Nach der Pause erhöhten sie ihren Vorsprung sogar. Manja Görl und Melanie Lorenz schraubten den Zwischenstand auf 17:13 herauf (32.), zum einzigen Vier- Tore-Abstand des Spiels. Es dauerte kaum mehr als zehn Minuten, da hatte der BVB seinen Gastgeber auch schon wieder eingeholt (19:19 durch Kira Brandes, 44.).

Die Auszeit, die 09-Trainerin Franziska Heinz dann nahm, zeigte nur bedingt Wirkung. Greven ackerte zwar ordentlich in der Deckung, das ging aber zu Lasten des Angriffs, der sich zu viele Fehler leistete. Die wiederum nutzten die Dortmunderinnen, die am Ende mit der 5:1-Variante deckten, um einen Tempogegenstoß nach dem anderen und damit dem SCG den Rang ab zu laufen. Nach längerem Hin und Her, bei dem mal Greven, mal Dortmund führte, setzten sich die Gäste ab. Das 24:24 (Melanie Lorenz (54.) war der letzte Ausgleich. Danach lief Greven einem Rückstand hinterher.

Rote Karte gegen Dortmund

Als Greven mit 24:27 zurück lag, passierte noch etwas sehr Ärgerliches für den BVB: Steffi Glathe (Dortmund) erwischte Nikki Schreurs (Greven) bei einer Abwehraktion im Gesicht, die Schiedsrichter schickten sie mit roter Karte vom Feld. Am Spielausgang änderte das nichts mehr. Beide Mannschaften landeten noch ein Tor, Greven verlor.

SC Greven 09: Radke, Thiele – Everding (6/1), Thomassen (5), Lorenz (5), Ziercke (3/1), Görl (3), Schreurs (2/1), Kornet (1), Glathe, Frank, Yusif.
BVB Dortmund: Weste, Chemicz, Trodler – Porvaznikova (5/2), Spriestersbach (5/1), Schäfer (5), Brandes (4), Kowalska (3/1), Glathe (2), Tomlik (2), Kramer (1) Vietz (1), Wolf, Kocevska.
Siebenmeter: Greven (4/3), Dortmund (5/4).
Zeitstrafen: Greven drei, Dortmund fünf.
Disqualifikation: Rote Karte gegen Glathe (BVB, 60.).
Zuschauer: 453.

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Am Ende reichte die Kraft nicht

Westfälische Nachrichten vom 21.04.2012

Handballdamen des SC Greven 09 verlieren gegen Dortmund mit 25:28 Toren

Greven - 

Sie waren so nah dran, doch am Ende hat es wieder einmal nicht gereicht. Die Handballdamen des SC Greven 09 verloren das Derby gegen Borussia Dortmund mit 25:28 Toren.

Von Winfried Kitzmann
 
Dabei sahen die Zuschauer ein spannendes Match, in dem die Gastgeberinnen vor allem in der ersten Halbzeit in nahezu allen Bereichen überzeugten. Mit viel Herzblut ging es in der Abwehr zur Sache, In der 5:1-Deckung zeigte sich jede Spielerin mit viel Biss und Dortmund musste mächtig kämpfen. Zwar gingen sie bis zum 8:5 in Führung, doch dann hatten sich die Spielerinnen um Melanie Lorenz eingespielt. Mit einem fulminanten Zwischenspurt zog die Truppe auf 10:8 davon. Und hätte in dieser Phase sogar eine Vorentscheidung fällen können, wenn sie die gleichen Mittel angewandt hätte wie in den Minuten zuvor. Doch als ob sie Angst vor dem Siegen gehabt hätten, ließen die Aktionen an Esprit vermissen und Dortmund bekam wieder Oberwasser. im zweiten Durchgang zeigte sich vor allem Sarah Everding als absolutes Vorbild. Während bei den meisten anderen Spielerinnen die Kräfte nachließen, kämpfte sie sich durch die Abwehrreihen, schickte mit ihren Aktionen gegnerische Spielerinnen auf die Strafbank, holte Siebenmeter heraus und warf noch insgesamt sechs Tore. Auf der anderen Seite konnte sich Katrin Thiele im Grevener Gehäuse bei einigen Gegenstößen zwar auszeichnen, doch 22 technische Fehler ihrer Mitspielerinnen waren einfach zu viel. Immer wieder luden sie damit Dortmund zu Gegenstößen ein. Und am Ende waren es diese Nachlässigkeiten, die der Mannschaft „das Genick brachen“, wie 09-Trainerin Franziska Heinz anschließend feststellte.
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09-Damen verlieren in Bietigheim

Grevener Zeitung vom 15.04.2012

09-Damen verlieren in Bietigheim

GREVEN 

Startschwierigkeiten brachen ihnen das Genick. Wären sie besser in die Halbzeiten gestartet, hätten die Zweitliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Samstagabend bei der SG BBM Bietigheim nicht mit 28:32 (13:15) verlieren müssen.Von Heidrun Riese

“Wir haben zu lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen”, nannte Trainerin Franziska Heinz den Knackpunkt. In der ersten Halbzeit warf ihre Mannschaft erst nach sechseinhalb Minuten das erste Tor (1:4, Melanie Lorenz), in der zweiten gelang innerhalb der ersten neun Minuten nur ein einziger Treffer (14:18, Ania Jaszczuk).

Nur zwei Tore weniger

Das war besonders ärgerlich, weil der SCG in beiden Halbzeiten nur jeweils zwei Tore weniger warf als ihr Gegner. Wären die 09-Damen zu Beginn beider Durchgänge also nur ein bisschen treffsicherer gewesen, hätte das Endergebnis vielleicht zu ihren Gunsten ausfallen können.

In den ersten Minuten des Spiels lief es aber auch in der Abwehr nicht ganz so rund wie gewünscht. SG-Rückraumspielerin Helena Frank, die das 0:3 (5.) und 0:4 (7.) erzielte, bereitete den Grevenerinnen in dieser Phase einige Probleme. Nachdem die 09-Damen endlich das 1:4 geworfen hatten, kam Juliane Frank an die Spitze der 5:1-Deckung – und dann zeigte der SCG seinem Gastgeber, dass er ihn nicht so einfach wegziehen lassen würde. Allerdings gelang es den Grevenerinnen auch nicht, Bietigheim zu überholen. Der Ausgleich zum 7:7 (Ania Jaszczuk, 16.) war das höchste der Gefühle.

6:0-Deckung zu passiv

Und für die SG offenbar auch schon zu viel des Guten. Kurz vor dem Seitenwechsel nahm Bietigheim die torgefährliche Jaszczuk nämlich in die Manndeckung und stellte dann auf eine 5:1-Abwehr um. Während es die 09-Damen mit der 6:0-Variante probierten, in der sie allerdings zu passiv waren.

Zur Pause lagen die Grevenerinnen nur mit zwei Toren hinten, da war also noch alles drin. Weil sie aber auch den Start in die zweite Halbzeit verpassten, liefen sie wieder einem Rückstand hinterher. “Wir haben es nicht geschafft, dichter ranzukommen”, ärgerte sich Heinz. Zwar gaben die 09-Damen in den letzten zehn Minuten noch mal ordentlich Gas, erzielten einige Tore über die schnelle Mitte und per Tempogegenstoß, aber auch die drei Tore in Folge durch Nikki Schreurs zum 28:31 (59.) reichten nicht. Dafür machten die Grevenerinnen zu viele Fehler.

Aber das war es nicht, was sie den Sieg gekostet hatte. Es waren die Anfangsminuten beider Halbzeiten. Das Fazit der Trainerin: “Schade, dass wir da nicht mehr holen konnten”, fand Heinz, die eines anerkennen musste: “Bietigheim wollte den Sieg mehr als wir, wir waren zu harmlos.”

SC Greven 09: Radke, Thiele – Jaszczuk (8/2), Schreurs (7), Thomassen (5), Lorenz (4), Kornet (1), Everding (1), Glathe (1), Görl (1), Frank, Yusif.
SG BBM Bietigheim: Giegerich, A. Friedrich – Bagocsi (8/3), Frank (5), Mack (4), Hegyi (3), Holder (2/1), Vlahovic (2), L. Friedrich (2), Behnke (2), Schneider (2), Brecska (1), Schulz (1), Rösler.
Siebenmeter: Greven (2/2), Bietigheim (4/6).
Zeitstrafen: Greven drei, Bietigheim zwei.

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Handball-Zweitligist SC Greven 09 unterliegt Aufstiegskandidat Bietigheim 28:32

Westfälische Nachrichten vom 15.4.2012

Im Angriff zu harmlos

Handball-Zweitligist SC Greven 09 unterliegt Aufstiegskandidat Bietigheim 28:32

Greven -

Eine schwache Anfangsphase und ein verschlafener Seitenwechsel ließen Grevens Zweitligahandballerinnen am Samstagabend mit leeren Händen die Heimreise aus Bietigheim in die Heimat antreten. Doch trotz der 28:32 (13:15)-Niederlage konnte 09-Trainerin Franziska Heinz dem Auftritt ihrer Spielerinnen durchaus positive Seiten abgewinnen.

Von Sven Thiele

Besonders die Schlussphase, in der Greven mächtig aufs Tempo drückte und aus Sicht ihrer Trainerin die Partie sogar hätte kippen können, wertete Heinz als Bestätigung, dass ihre Mannschaft auch im Niemandsland der Tabelle engagiert zu Werke geht. Weniger positiv erschien dagegen die Anfangsphase, in der der Erstligaabsteiger seinen Anspruch auf die sofortige Rückkehr ins Oberhaus untermauerte. „Wir sind nicht richtig in Tritt gekommen“, erklärte Franziska Heinz, warum ihr Team schon nach zehn Minuten mit vier Toren im Hintertreffen lag. Allen voran Helena Frank erwies sich für Grevens Abwehr als Problem. Zur schnellen 7:3-Führung steuerte sie drei Treffer bei. Dass es im weiteren Verlauf der Begegnung nur zwei weitere wurden, war dem Umstand geschuldet, dass sich die 09-Defensive fortan besser auf sie einstellte. Für Bietigheim, das sich in den verbleibenden vier Spielen keinen Punktverlust leisten kann, lief es dagegen nach Wunsch. Der neue Tabellenvierte, der von der Dortmunder Niederlage profitierte und bei einem Spiel Rückstand vier Punkte auf den Zweiten Nellingen gut zu machen hat, gab die frühe Führung im Laufe der Begegnung nicht mehr ab. Allerdings schmolz der Abstand zusehends, zumal die Gäste aus Greven nach dem Rückschlag besser ins Spiel fanden. Auch im Angriff, wo sich Ania Jaszczuk (8/2), Nikki Schreurs (7) und Elke Thomassen (5) an diesem Abend als treffsicherste 09erinnen auszeichneten. Immerhin schmolz der Abstand zur Halbzeitpause bis auf zwei Tore. Danach hatte Greven erneut Schwierigkeiten. Diesmal vor allem in der Offensive. In den ersten sieben Minuten nach der Pause traf nur Jaszczuk per Siebenmeter. Dagegen zog Bietigheim davon. „In dieser Phase waren wir zu harmlos im Angriff“, meinte Heinz, deren Mannschaft nicht resignierte. In der Schlussphase, als die Partie bereits entschieden schien, drückten die Grevenerinnen noch einmal aufs Gaspedal und verkürzten den Abstand auf vier Tore. „Wir sind in den letzten zehn Minuten noch einmal aufgewacht“, freute sich die Trainerin ob des Einsatzwillens ihrer Mannschaft. Allein, er blieb an diesem Abend unbelohnt.